Kursregeln
Die folgenden Regeln sind in Anlehnung an die von Sayagyi U Ba Khin eingeführten
Instruktionen des Internationalen Meditationszentrums, Yangon, Myanmar (Rangun,
Burma) verfasst.
1. Die Schulung in diesem Zentrum beruht auf drei grundlegenden Faktoren:
auf Sïla (Sittlichkeit), Samadhi (Konzentration) und Pañña (Einsicht). Dies
ist eine graduelle Schulung, eine graduelle Praxis, eine schrittweise Übung
in Überstimmung mit den Anweisungen in der Visuddhimagga-Atthaka. Die Kursteilnehmer
sollten dieser Technik durch Offenheit eine faire Chance geben, indem sie
ein gewisses Maß an Vertrauen aufbringen und arbeiten, ohne Zweifel aufkommen
zu lassen, weil sie sonst keinen Nutzen aus dieser Technik ziehen können.
2. Für die Kursdauer müssen dieKursteilnehmer alle anderen spirituellen Übungen
und andere Praktiken aufgeben. Amulette, Ketten und Bänder, die im Zusammenhang
mit anderen Praktiken stehen, dürfen nicht getragen werden und sollen den
Kursorganisatoren für die Dauer des Kurses zur sicheren Aufbewahrung übergeben
werden.
3. Das Einhalten des „Edlen Schweigens“ während der gesamten Dauer des Kurses
ist hilfreich, um ein besseres Verständnis von Dhamma zu entwickeln.
4. Die Kursteilnehmer werden gebeten, während des täglichen Gesprächs mit
dem Lehrer oder den Lehrern eine genaue Schilderung ihrer Erfahrungen zu geben.
Dieses sogenannte „Checking“ findet mindestens einmal am Tag statt.
5. Die Kursteilnehmer sollten sich während des ganzen Tages an den vorgegebenen
Zeitplan halten. Sie sollten jede Anstrengung unternehmen, zu den angegebenen
Stunden am frühen Morgen und Abend zu meditieren, da diese Zeiten, während
welcher geringe Ablenkungen herrschen, der Meditation besonders zuträglich
sind. Die Studenten sollten sich vergegenwärtigen, dass sich in dieser Technik
der Erfolg nur mit folgenden vier Qualitäten einstellt:
Chanda-Samadhi (Konzentration der Absicht);
Viriya-Samadhi (Konzentration der Energie);
Citta-Samadhi (Konzentration des Geistes);
Vimamsa-Samadhi (Konzentration der Untersuchung) zusammen mit Anstrengung
und Willensenergie.
6. Das Ziel in dieser Meditation ist „Magga-Phala-Nibbana“, das sind die Pfad-
und Fruchtzustände und vollkommene Erleuchtung. Unser Ziel ist der „Frieden
von Nibbana für alle”. Wenn Meditationsstudenten also den weltlichen Nutzen
„Lokiya” suchen, so können sie das Todlose nicht erlangen und dem Kreislauf
der ständigen Wiedergeburten, dem Samsara, nicht entkommen.
7. Es wird geschätzt, wenn die Kursteilnehmer, diese seltene Gelegenheit zu
meditieren, annehmen und besten Nutzen daraus ziehen würden.
Zeitplan
4:00 Aufstehen4:15 Tee
4:30–5:30 Meditation
5:30–6:30 Dhammavortrag
6:30–8:00 Frühstück und Ruhepause
8:00–9:00 Gruppenmeditation
9:30–11:00 Checking und Meditation
11:00–13:00 Mittagessen und Ruhepause
13:00–13:45 Meditation
14:00–15:00 Gruppenmeditation
15:00–17:00 Meditation
17:00–18:00 Tee
18:00–18:45 Dhammavortrag
19:30–20:30 Gruppenmeditation
21:00 Nachtruhe